
Big-Tech-Unternehmen sind aus fast allen Bereichen des täglichen Lebens nicht mehr wegzudenken – von Messaging und sozialen Medien bis hin zu intelligenten Assistenten und sicheren Zahlungssystemen. Doch je wichtiger Technologie wird, desto wichtiger wird auch die Frage, ob man den Tech-Giganten vertrauen kann.
Unsere aktuelle Umfrage zur Cybersicherheit von Verbrauchern, an der über 7.000 Internetnutzer in sieben Ländern teilgenommen haben, gibt Aufschluss darüber, wie Internetnutzer zu Big Tech stehen – und was ihre Gewohnheiten über ihr Vertrauen im Internet verraten.
Auf die Frage, wem sie vertrauen, zeigten sich die Befragten gespalten zwischen den etablierten Tech-Giganten und neueren Plattformen.
Etablierte Technologieunternehmen wie Google, Microsoft und Apple erzielen relativ hohe Vertrauenswerte. Fast neun von zehn Befragten geben an, dass sie Google (88 %) oder Microsoft (85 %) bis zu einem gewissen Grad vertrauen, und mehr als drei Viertel vertrauen Apple (77 %).
Soziale Plattformen und neue KI-gestützte Dienste wie X/Twitter, TikTok und OpenAI zählen zu den am wenigsten vertrauenswürdigen. In unserem Bericht heißt es dazu:
Die Skepsis gegenüber neueren oder umstritteneren Plattformen ist groß. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, X/Twitter (52 %) oder TikTok (51 %) überhaupt nicht zu vertrauen, und fast ebenso viele stehen OpenAI misstrauisch gegenüber (45 %).
Zwar verlassen sich die Nutzer nach wie vor auf diese Unternehmen für Kommunikation, Suche oder Hardware, doch schwindet das Vertrauen, wenn es um die Datenerfassung oder die Undurchsichtigkeit der Informationsnutzung geht.
Die meisten Verbraucher ziehen eine Grenze bei der Weitergabe von Finanzinformationen: 59 % geben an, dass sie ihre Kreditkarten- und Zahlungsdaten vor den Tech-Giganten schützen wollen. Viele möchten auch Fotos (20 %) und Standortdaten (19 %) schützen.
Das Vertrauen in „Big Tech” sieht in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich aus. US-Verbraucher sind weniger besorgt über die Weitergabe bestimmter Kategorien wie Standortdaten: Nur 14 % möchten diese privat halten, verglichen mit mehr als einem Fünftel in Spanien und Italien.
Europäer neigen auch dazu, strengere Maßstäbe beim Schutz persönlicher Daten anzulegen, was auf das jahrelange Bewusstsein für die DSGVO zurückzuführen ist. Während US-Verbraucher den Schwerpunkt auf Komfort legen, legen Europäer mehr Wert auf Datenschutz – obwohl beide Gruppen weiterhin auf Plattformen angewiesen sind, denen sie nach eigenen Angaben nicht vollständig vertrauen.
Warum diese Skepsis? Hier kommen mehrere Faktoren zusammen.
Im Jahr 2025 verhängten Datenschutzbehörden in ganz Europa gegen große Technologieunternehmen Strafen in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro gemäß der DSGVO und unterstrichen damit die Bedenken der Regulierungsbehörden hinsichtlich der Einhaltung von Datenschutzbestimmungen und Transparenz.
In jüngerer Zeit untersuchen die Regulierungsbehörden Plattformen wie X (und dessen KI-Assistenten Grok) daraufhin, wie KI-Funktionen Bilder manipulieren oder schädliche Inhalte verstärken könnten – und greifen damit tief verwurzelte Bedenken hinsichtlich der Datennutzung und des Vertrauens auf.
Diese Maßnahmen sind Teil umfassenderer Bemühungen, das Vertrauen in das digitale Ökosystem wiederherzustellen, indem Unternehmen für den Umgang mit personenbezogenen Daten zur Rechenschaft gezogen werden – genau die Themen, die vielen Verbrauchern Sorgen bereiten.
Solche Untersuchungen fügen sich in ein umfassenderes Bild ein: Verbraucher wollen leistungsstarke Tools, aber sie wollen auch solide Schutzvorkehrungen und die Gewissheit, dass ihre persönlichen Daten nicht missbraucht werden.
Unabhängig davon, ob Sie gegenüber Big Tech vorsichtig sind oder sich einfach nur online schützen möchten, hier sind einige praktische Schritte, die Sie unternehmen können:
1. Verwalten Sie Ihre Berechtigungen
Überprüfen Sie, auf welche Daten Apps und Plattformen zugreifen können – insbesondere Standort, Kontakte und Kamera – und widerrufen Sie Berechtigungen, die Sie nicht benötigen.
2. Seien Sie sich bewusst, was Sie teilen
Cookies sind nicht nur lästig. Wenn Sie sich einen Moment Zeit nehmen, um die Cookie-Einstellungen zu verstehen, können Sie einschränken, wie viele Daten Sie über Websites hinweg verfolgen.
3. Verwenden Sie sichere, einzigartige Passwörter
Vermeiden Sie es, Passwörter für mehrere Konten wiederzuverwenden. Verwenden Sie stattdessen einen Passwort-Manager. Bitdefender SecurePass kann sichere Anmeldedaten generieren und speichern.
4. Aktivieren Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Diese zusätzliche Sicherheitsebene für Ihre Konten erschwert unbefugten Zugriff erheblich.
5. Verwenden Sie unabhängige Sicherheitstools
Antivirenprogramme, Anti-Phishing-Filter und Identitätsschutzdienste helfen dabei, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen – insbesondere auf Mobilgeräten. Setzen Sie eine unabhängige Sicherheitslösung auf allen Ihren persönlichen Geräten ein.
6. Informieren Sie sich über Ihre Rechte
Vorschriften wie die DSGVO und der CCPA geben Ihnen das Recht, auf Ihre Daten zuzugreifen, sie zu korrigieren oder zu löschen – aber Sie müssen diese Rechte auch ausüben.
Vertrauen in Big Tech ist nicht nur eine Frage des Vertrauens – es geht auch um Kontrolle, Transparenz und Verantwortlichkeit. Verbraucher erwarten, dass Dienste nützlich sind und ihre Daten respektieren. Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt greifen ein, aber letztendlich sind informierte Nutzer die stärkste Verteidigung gegen Missbrauch. Die digitale Welt kann sicher sein – solange Sie wissen, wo Vertrauen endet und Vorsicht beginnt.
tags
The meaning of Bitdefender’s mascot, the Dacian Draco, a symbol that depicts a mythical animal with a wolf’s head and a dragon’s body, is “to watch” and to “guard with a sharp eye.”
Alle Beiträge sehen