
Was würden Sie tun, wenn Sie heute jemand anrufen würde, der sich als Mitarbeiter Ihrer nationalen Steuerbehörde oder einer staatlichen Sozialleistungsbehörde ausgibt? Würden Sie ihm glauben?
Der „Tag gegen Betrug“ (Slam the Scam Day) begann als Aufklärungskampagne gegen Betrug durch falsche Regierungsbeamte. Betrüger geben sich dabei als Mitarbeiter von Behörden wie der Sozialversicherung in den USA, der britischen Steuerbehörde HMRC, den Steuerbehörden in der EU oder öffentlichen Einrichtungen in Australien und Kanada aus. Doch bis 2026 wird dieses Problem nicht mehr auf wenige Länder beschränkt sein. Betrug durch falsche Regierungsbeamte ist mittlerweile ein globales Problem. Und es hat sich zu etwas noch Umfassenderem entwickelt: KI-gestützter Identitätsdiebstahl im großen Stil.
Wichtigste Erkenntnisse:
Betrugsversuche, bei denen sich Verbraucher als Regierungsbeamte ausgeben, sind keine Einzelfälle – sie breiten sich weiterhin rasant aus. Allein im Jahr 2025 gingen bei der FTC über 330.000 Beschwerden ein.
Laut den neuesten Statistiken von GASA wurde im Jahr 2025 weltweit über die Hälfte der Erwachsenen Opfer von Betrug. Verbraucher sind zwar sehr zuversichtlich, Betrug erkennen zu können, doch die Verluste sind weiterhin weit verbreitet. Die Daten der aktuellen Bitdefender-Umfrage zeigen, dass mehr als 7 von 10 Verbrauchern im Jahr 2025 mit Betrug konfrontiert wurden. Noch besorgniserregender ist, dass jeder Siebte bestätigte, Opfer geworden zu sein.
Am Tag gegen Betrug rufen wir dazu auf, besonnen zu reagieren, denn Identitätsdiebstahl ist nicht mehr so leicht zu erkennen. Die Betrügereien basieren zunehmend auf künstlicher Intelligenz, werden durch gestohlene Daten verstärkt und zielen darauf ab, sofortigen emotionalen Druck zu erzeugen. Und die Verbraucher bemerken das: Laut unserer aktuellen Verbraucherumfrage zur Cybersicherheit geben 37 % an, dass KI-gestützte Betrugsmaschen, darunter Deepfake-Sprach- und Video-Angriffe, ihre größte Sorge darstellen.
Betrugsmaschen, bei denen sich Betrüger als Regierungsmitarbeiter ausgeben, folgen einem ähnlichen Muster:
Schritt 1: Der Erstkontakt
Die meisten dieser Betrugsmaschen beginnen mit einem unerwünschten Anruf. Der Betrüger gibt sich dabei als Mitarbeiter Ihrer örtlichen Sozialversicherungsbehörde, des Finanzamts (z. B. des IRS), der Krankenversicherung (z. B. Medicare), einer Bundesbehörde für Sozialleistungen oder der örtlichen Polizei aus.
Durch die Manipulation der Anrufer-ID wirkt die Nummer legitim, und KI-gestützte Sprachtools helfen dem Betrüger, natürlich, autoritär und gelassen zu klingen.
Schritt 2: Etablierung von Autorität
Der Betrüger versucht, Glaubwürdigkeit und Vertrauen aufzubauen, indem er persönliche Daten (oft aus Datenlecks) oder andere öffentlich zugängliche Informationen bestätigt. Dies umfasst:
Schritt 3: Dringlichkeit und Angst erzeugen
Dann kommt der Druck:
Schritt 4: Sofortiges Handeln erzwingen
Opfer werden angewiesen:
Der Betrüger besteht oft darauf, dass Sie in der Leitung bleiben, um eine unabhängige Überprüfung zu verhindern.
In manchen Fällen versuchen Betrüger, ihre Opfer nicht nur zu Überweisungen oder Geschenkgutscheinen zu bewegen, sondern sie dazu zu bringen, Edelmetalle wie Gold zu kaufen und diese als „Zahlung“ oder „Nachweis der Einhaltung von Vorschriften“ zu senden. Diese Taktik wird von Strafverfolgungsbehörden und Verbraucherschutzorganisationen ausdrücklich bemängelt, da die Sendung nach dem Versand nahezu unmöglich zurückzuverfolgen ist.
KI sorgt heute für flüssigere und überzeugendere Skripte und beseitigt die peinlichen Pausen und Grammatikfehler, die früher Betrug verrieten.
Ein Beispiel für Betrug mit angeblichen Regierungsbeamten, der mit zunehmender Raffinesse wieder aufgetaucht ist, ist der Betrug mit angeblichen Geschworenen. Die Behörden haben die Öffentlichkeit wiederholt davor gewarnt. Bei diesen Betrugsmaschen rufen Betrüger ihre Opfer an oder schreiben ihnen E-Mails und behaupten, diese hätten ihren Geschworenendienst versäumt. Anschließend drohen sie mit Geldstrafen, Verhaftung oder rechtlichen Konsequenzen, falls nicht umgehend eine „Strafe“ bezahlt oder persönliche Daten auf einer angegebenen Website eingegeben werden. Der Anrufer kann sich sogar als Mitarbeiter der Polizei oder eines Gerichts ausgeben (mit gefälschten Telefonnummern und offiziell klingender Sprache), um den Betrug glaubwürdig erscheinen zu lassen.
Auf diesen Websites wird dann behauptet, die Opfer schuldeten Tausende von Dollar an Geldstrafen und fordern die Zahlung möglicherweise über nicht nachverfolgbare Methoden wie Kryptowährung oder Prepaid-Karten.
Wichtig: Echte Gerichte und Polizeibehörden werden niemals:
Künstliche Intelligenz senkt die Einstiegshürde für Kriminelle, da sie keine ausgeprägten Sprachkenntnisse oder einstudierte Texte mehr benötigen. Technologie kann ihnen helfen, Vertrauen und Legitimität aufzubauen, indem sie:
Das bedeutet, dass die traditionellen Warnsignale, auf die man sich früher verlassen konnte, wie schlechte Grammatik, gebrochenes Englisch und roboterhafte Stimmen, nicht mehr die entscheidenden Anzeichen sind. Und da Betrüger KI oft mit persönlichen Daten aus Datenlecks kombinieren, wirkt der Angriff noch gezielter und glaubwürdiger.
Prüfen Sie verdächtige Nachrichten, bevor Sie antworten
Wenn Sie eine SMS, E-Mail oder Nachricht in sozialen Medien erhalten, die angeblich von einer Regierungsbehörde, einer Bank oder einem Gericht stammt, antworten Sie nicht sofort.
Überprüfen Sie die Nachricht stattdessen kostenlos mit Bitdefender Scamio. Scamio analysiert verdächtige Nachrichten mithilfe von KI, um gängige Betrugsmuster und Warnsignale zu erkennen. Der Dienst ist kostenlos und speziell für Situationen entwickelt, in denen Ihnen etwas komisch vorkommt.
Da Betrüger KI einsetzen, ist es ratsam, die Nachricht von einer KI prüfen zu lassen, bevor Sie darauf reagieren.
Klicken Sie niemals zuerst – überprüfen Sie den Link!
Identitätsdiebstahl führt oft zu Phishing-Websites, die offizielle Regierungsportale, Steuerplattformen oder Zahlungsseiten von Gerichten imitieren.
Fügen Sie den Link vor dem Klicken in den kostenlosen Bitdefender Link Checker ein. Dieser scannt URLs auf schädliche oder betrügerische Inhalte und hilft Ihnen festzustellen, ob eine Website legitim ist, bevor Sie sie nutzen.
Überprüfen Sie die Telefonnummer, bevor Sie zurückrufen.
Telefonbetrug ist nach wie vor eine der effektivsten Betrugsmethoden. Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten, verlassen Sie sich nicht allein auf die Anrufer-ID. Nutzen Sie die KOSTENLOSE Rückwärtssuche von Bitdefender, um zu prüfen, ob die Nummer gemeldet wurde oder mit bekannten Betrugsaktivitäten in Verbindung steht, bevor Sie zurückrufen.
Blockieren Sie wiederholte Betrugsanrufe.
Viele Betrugskampagnen setzen auf wiederholte Anrufe. Wenn Sie einmal rangehen, rufen die Betrüger möglicherweise erneut an. Sicherheits-Apps für Mobilgeräte mit Anrufblockierung und Betrugsanruferkennung können bekannte betrügerische Nummern automatisch kennzeichnen oder blockieren und so Ihr Risiko verringern, noch bevor Sie den Hörer abnehmen.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Wichtig für Sie und Ihre Familie: Seriöse Regierungsbehörden fordern keine dringenden Zahlungen per Geschenkgutschein, Kryptowährung oder Überweisung.
Überprüfen Sie immer selbst.
Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt, legen Sie einfach auf und kontaktieren Sie die Behörde über die offizielle Website-Nummer.
Schützen Sie jedes Gerät.
Installieren Sie Sicherheitssoftware auf Ihrem Smartphone und Computer. Die Sicherheitslösungen von Bitdefender bieten Betrugserkennung für schädliche Links in Nachrichten, Phishing-Schutz, Echtzeit-Malware-Blockierung und sogar Anrufblockierungsfunktionen (für Android), die bekannte Betrugsnummern automatisch kennzeichnen oder blockieren können.
Der „Tag gegen Betrug“ dient nicht nur dem Schutz Ihrer eigenen Person, sondern auch dem Schutz Ihrer Mitmenschen.
Ältere Menschen werden häufig Opfer von Betrugsversuchen, bei denen sich Betrüger als Regierungsbeamte ausgeben. Der Grund dafür ist einfach: Betrüger gehen davon aus, dass ältere Menschen eher Autoritäten vertrauen und Anrufe, die offiziell klingen, weniger hinterfragen.
Ein einfaches Gespräch kann viel bewirken:
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The meaning of Bitdefender’s mascot, the Dacian Draco, a symbol that depicts a mythical animal with a wolf’s head and a dragon’s body, is “to watch” and to “guard with a sharp eye.”
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