
Betrüger im Bereich „Romance Scamming“ (Heiratsschwindel) gehen mittlerweile äußerst dreist vor und nutzen Deepfake-Technologie, um sich als Mitglieder von Königshäusern auszugeben und neue Opfer in die Falle zu locken.
• Betrüger nutzten KI-generierte Videoanrufe, um sich als Kronprinz von Dubai auszugeben und Vertrauen bei den Opfern aufzubauen.
• Das Opfer verlor die Ersparnisse eines ganzen Jahres, nachdem es geglaubt hatte, eine echte Online-Beziehung zu führen.
• Betrugsmaschen mit Prominenten entwickeln sich weiter, da Kriminelle Social Engineering mit überzeugender Deepfake-Technologie kombinieren.
• KI macht Betrugsversuche zwar glaubwürdiger, aber nicht unbesiegbar. Die Überprüfung der Identität bleibt eine der wirksamsten Schutzmaßnahmen.
Seit Jahren geben sich Betrüger im Online-Dating als Soldaten, Ärzte, Ölplattform-Arbeiter oder Prominente aus. Ein aktueller, von der Nachrichtenagentur AFP gemeldeter Fall verdeutlicht, wie überzeugend diese Betrugsmaschen inzwischen sind.
Eine Frau von den Philippinen glaubte, sich in Scheich Hamdan bin Mohammed, den Kronprinzen von Dubai, verliebt zu haben, nachdem sie ihn angeblich auf einer Dating-Plattform kennengelernt hatte. Ihre Unterhaltungen verlagerten sich bald auf WhatsApp; dort tauschten sie Nachrichten aus, und das Opfer gab an, sogar an „Live“-Videoanrufen mit dem Prinzen teilgenommen zu haben.
Laut AFP sah der Mann, mit dem sie sprach, dem Kronprinzen von Dubai täuschend ähnlich. Seine Stimme passte jedoch nicht zu ihm.
„In einer Aufnahme eines WhatsApp-Videoanrufs, die der AFP vorlag, flackerte der Betrüger – täuschend echt als Prinz dargestellt – auf dem Bildschirm. Seine Worte stimmten mit seinen Lippenbewegungen überein, nicht jedoch mit der Stimme des Prinzen“, berichtete die Agentur.
„Hallo meine Liebste“, sagte der Mann zu seinem Opfer. „Ich weiß deine Liebe und Unterstützung sehr zu schätzen.“
Er lächelte, sprach sie direkt an und bekundete seine Zuneigung. Doch die Person am anderen Ende gehörte keinem Königshaus an. Es handelte sich um einen Betrüger, der KI-gestützte Deepfake-Technologie einsetzte.
„Er schrieb mir ständig Nachrichten, selbst wenn ich schlief“, erzählte die Frau Reportern.
Berichten zufolge baute der Betrüger schrittweise eine emotionale Bindung auf, bevor er finanzielle Forderungen stellte.
Das Opfer ließ sich dazu überreden, rund 100.000 philippinische Pesos (etwa 1.600 US-Dollar) zu überweisen – die Ersparnisse eines ganzen Jahres. Das Geld wurde angeblich für offizielle Dokumente benötigt, darunter eine Heiratsurkunde und eine „königliche Mitgliedskarte“, die ihr den Umzug nach Dubai ermöglichen sollten.
Als der Betrüger noch mehr Geld für die Reservierung eines Hotelzimmers verlangte, in dem man sich endlich treffen wollte, schöpfte sie Verdacht. Nach einer Überprüfung des zugehörigen Facebook-Kontos stellte sie fest, dass es aus Nigeria stammte. Sie brach daraufhin jeglichen Kontakt ab.
Dies ist kein Einzelfall. Der aktuelle Vorfall reiht sich in bekannte Trends ein, über die wir bereits berichtet haben – darunter „Romance Scams“ (Betrugsmaschen mit vorgetäuschter Liebe), bei denen sich Betrüger als Prominente wie Brad Pitt, Jennifer Aniston oder Martin Henderson ausgeben, sowie Betrugsversuche unter Einsatz von KI und Deepfakes zur Imitation bekannter Persönlichkeiten.
Anstelle von gestohlenen Profilbildern und Textnachrichten erhalten Opfer heute:
• Personalisierte Videogrüße
• KI-generierte Sprachnachrichten
• Realistische Videoanrufe
• KI-generierte romantische Fotos
• Ständige Kommunikation
Wenn sich jemand, den Sie nur online kennengelernt haben, als Prominenter, Mitglied eines Königshauses, wohlhabende Führungskraft oder öffentliche Person ausgibt, kann eine gesunde Portion Skepsis Sie vor Liebeskummer und Betrug bewahren:
• Seien Sie wachsam, wenn sich die Beziehung ungewöhnlich schnell entwickelt. Romance-Scammer bekunden oft früh ihre Liebe, um eine emotionale Bindung aufzubauen, bevor sie um Geld oder Gefälligkeiten bitten.
• Senden Sie niemals Geld oder sensible persönliche Daten an jemanden, den Sie noch nie persönlich getroffen haben – ganz gleich, welche Gründe dafür angeführt werden.
• Bedenken Sie, dass ein Videoanruf keinen Identitätsnachweis mehr darstellt. KI-generierte Videos und geklonte Stimmen wirken immer realistischer, sodass Betrüger problemlos in die Rolle von Prominenten oder sogar Ihnen bekannten Personen schlüpfen können.
• Überprüfen Sie verdächtige Nachrichten mit Bitdefender Scamio. Wenn Sie eine unerwartete romantische Nachricht, eine Geldforderung oder die Aufforderung erhalten, das Gespräch auf eine andere Plattform zu verlagern, kann Scamio Texte, Screenshots, E-Mails oder Links analysieren und Ihnen helfen festzustellen, ob es sich um Betrug handelt.
• Analysieren Sie verdächtige Videos mit Bitdefender RealCheck für Android und iOS. Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, oder wenn Sie unsicher sind, ob ein Videoanruf oder eine Aufnahme manipuliert wurde, kann RealCheck das Video auf Anzeichen für KI-generierte Inhalte untersuchen und Hinweise auf betrügerische Absichten erkennen. So erhalten Sie mehr Kontext, bevor Sie dem Gesehenen vertrauen.
• Sprechen Sie mit jemandem, dem Sie vertrauen. Ein Freund oder ein Familienmitglied bemerkt womöglich Warnsignale, die man selbst leicht übersieht, wenn Emotionen im Spiel sind.
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The meaning of Bitdefender’s mascot, the Dacian Draco, a symbol that depicts a mythical animal with a wolf’s head and a dragon’s body, is “to watch” and to “guard with a sharp eye.”
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