
Gemini, Googles KI-Assistent, soll Besitzern von Android-Smartphones das Leben erleichtern. Doch derzeit könnte er auch all jenen das Leben leichter machen, die zufällig Ihr Smartphone in die Hände bekommen.
Wie „The Register“ berichtet, arbeitet Google an einer Lösung für eine Sicherheitslücke, die es einem Angreifer mit physischem Zugriff auf ein gesperrtes Android-16-Gerät ermöglicht, über Gemini SMS- und WhatsApp-Nachrichten zu versenden – ganz ohne Eingabe einer PIN.
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Jemand gelangt in den Besitz Ihres gesperrten Android-Smartphones. Obwohl die Person Ihre Sicherheits-PIN nicht kennt, kann sie Nachrichten per SMS oder WhatsApp verschicken, die so wirken, als stammten sie von Ihnen.
„The Register“ gibt an, seit Mai mehrere Berichte darüber erhalten zu haben, wie sich die Authentifizierung auf Android-16-Geräten umgehen lässt, bei denen der Zugriff auf Gemini vom Sperrbildschirm aus aktiviert ist.
Im Mai 2026 veröffentlichte ein Sicherheitsforscher einen Bericht, in dem er beschrieb, wie er das Problem auf einem vollständig aktualisierten Pixel 6a reproduziert hatte – unter Verwendung der „Deep Research“-Funktion von Gemini als Einstiegspunkt.
Es ist offensichtlich, dass Google bereits früher Probleme mit Gemini auf dem Sperrbildschirm behoben hat, doch Sicherheitsforscher entdecken immer wieder neue Wege, diese Schutzmechanismen zu umgehen.
Die jüngste Sicherheitslücke unterscheidet sich von früheren, ähnlichen Fehlern, die eine Umgehung der Android-Sperrbildschirmsperre über Gemini ermöglichten und das Betriebssystem seit September 2025 plagen.
Für diesen aktuellen Exploit ist eine spezielle Multi-Touch-Geste erforderlich. Wenn der Zugriff von Gemini auf Apps wie „Messages“ (Nachrichten) auf dem Android-Gerät entzogen wurde und jemand versucht, über Gemini vom Sperrbildschirm aus eine SMS zu senden, wird der Nutzer normalerweise zur PIN-Eingabe aufgefordert. Wird jedoch gleichzeitig die Schaltfläche „Weiter“ und der Button „Anhang hinzufügen“ in Gemini betätigt, erlaubt das Gerät den Versand der SMS ohne jegliche Authentifizierung.
Anschließend kann ein Angreifer Gemini den Zugriff auf weitere, zuvor getrennte Apps gewähren. Dazu muss lediglich die entsprechende Aufforderung ausgelöst werden – etwa durch die Eingabe von „@WhatsApp“ in das Texteingabefeld von Gemini. Auch hierbei wird keine PIN abgefragt oder benötigt.
Besonders tückisch ist, dass diese Änderungen nicht nur vorübergehender Natur sind. Entsperrt das Opfer später sein Smartphone und überprüft die Gemini-Einstellungen, stellt es fest, dass WhatsApp mit Gemini verknüpft wurde – obwohl zu keinem Zeitpunkt eine PIN eingegeben wurde.
Natürlich setzt die Ausnutzung einer solchen Sicherheitslücke einen physischen Zugriff auf das betroffene Android-Gerät voraus. Dies ist kein Angriff, der von einem Hacker aus der Ferne durchgeführt werden kann. Doch wie wir alle wissen, kommt es allzu oft vor, dass ein Gerät unbeaufsichtigt bleibt, aus der Tasche gestohlen oder jemandem ausgehändigt wird, dem man zu vertrauen glaubt.
Ein Google-Sprecher teilte „The Register“ mit, dass dieser neue Fehler bekannt sei und die Veröffentlichung einer Fehlerbehebung für diese Woche geplant sei. In der Zwischenzeit ist es jedoch ratsam, den Zugriff von Gemini auf Funktionen des Sperrbildschirms einzuschränken.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
Google wird diesen speziellen Fehler zweifellos beheben. Das zugrundeliegende Problem bleibt jedoch bestehen. Jede neue Funktion, die Gemini auf dem Sperrbildschirm erhält, stellt zugleich eine neue potenzielle Angriffsfläche dar. Je nützlicher Ihr KI-Assistent wird, ohne dass Sie das Smartphone entsperren müssen, desto schwieriger ist es zu gewährleisten, dass nur Sie ihn nutzen können.
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The meaning of Bitdefender’s mascot, the Dacian Draco, a symbol that depicts a mythical animal with a wolf’s head and a dragon’s body, is “to watch” and to “guard with a sharp eye.”
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