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Entwickler der Conti-Ransomware zu vier Jahren Haft verurteilt

Bitdefender

September 15, 2026

Entwickler der Conti-Ransomware zu vier Jahren Haft verurteilt

Der ukrainische Staatsbürger Oleksii Lytvynenko wurde in den USA zu vier Jahren Haft verurteilt; er war an „Conti“ beteiligt, einer Ransomware-Operation, die mit Lösegeldzahlungen von mehr als 150 Millionen US-Dollar in Verbindung gebracht wird.

Die wichtigsten Punkte

  • Oleksii Lytvynenko wurde wegen Verschwörung zum elektronischen Betrug (Wire Fraud) im Zusammenhang mit der Conti-Ransomware zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.
  • Er gab zu, im Besitz gestohlener Daten von zwölf Opfern gewesen zu sein und an der Entwicklung eines Malware-„Loaders“ mitgewirkt zu haben.
  • Conti infizierte weltweit mehr als 1.000 Opfer und erzielte gemeldete Lösegeldzahlungen von über 150 Millionen US-Dollar.
  • Lytvynenko wurde 2023 in Irland festgenommen und 2025 an die USA ausgeliefert.

Vierjährige Haftstrafe nach Schuldbekenntnis

Ein ukrainischer Staatsbürger, der an der Conti-Ransomware-Operation beteiligt war, wurde in den USA zu vier Jahren Bundeshaft verurteilt. Der 44-jährige Oleksii Oleksiyovych Lytvynenko bekannte sich im Juni der Verschwörung zum elektronischen Betrug schuldig, nachdem er im Oktober des Vorjahres von Irland in die USA ausgeliefert worden war.

Der Anklage zufolge schloss sich Lytvynenko der Conti-Verschwörung etwa im September 2021 an. Er räumte ein, Daten besessen zu haben, die von acht US-Opfern und vier weiteren Opfern im Ausland gestohlen worden waren. Zudem arbeitete er am Code für einen Malware-„Loader“ – eine Softwareart, die dazu dient, während eines Angriffs weitere schädliche Komponenten zu starten.

Conti nahm mehr als 150 Millionen US-Dollar an Lösegeldern ein

Conti entwickelte sich zu einer der folgenschwersten Ransomware-Operationen ihrer Zeit. Nach Angaben des US-Justizministeriums infizierte die Ransomware zwischen 2020 und 2022 weltweit mehr als 1.000 Opfer und beeinträchtigte Netzwerke in 47 US-Bundesstaaten sowie 31 weiteren Ländern.

Das FBI schätzte, dass die Opfer von Conti bis Januar 2022 mehr als 150 Millionen US-Dollar an Lösegeldern gezahlt hatten. Die Staatsanwaltschaft brachte die Gruppierung zudem mit der Erpressung von Kryptowährungen im Wert von mehr als 500.000 US-Dollar bei zwei Opfern in Tennessee sowie mit der Veröffentlichung von Daten eines dritten Opfers in Verbindung. Im Jahr 2023 erhob die Staatsanwaltschaft im selben Bundesgerichtsbezirk zudem Anklage gegen vier weitere mutmaßliche Mitglieder der Conti-Gruppe.

Ransomware-Akteure können grenzüberschreitend strafrechtlich verfolgt werden

Lytvynenko wurde im Juli 2023 im irischen County Cork festgenommen. Nach Angaben des US-Justizministeriums belegten seinerzeit sichergestellte forensische Beweise, dass er auch nach dem Ende der ursprünglichen Conti-Operation weiterhin in Ransomware-Aktivitäten verwickelt war. Die irischen Behörden unterstützten später seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten.

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